Eigenmarketing bei der Jobsuche durch das Arbeitszeugnis

Marketing muss nicht immer betriebsbezogen sein, sondern kann und sollte auch in eigener Sache betrieben werden. Bei der Jobsuche gehört hierzu zum Beispiel auch ein korrekt ausgestelltes Arbeitszeugnis.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass ein Arbeitszeugnis eine Urkunde darstellt, die vom Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer ausgestellt wird.

Es gibt drei Arten von Arbeitszeugnissen: Das einfache Arbeitszeugnis, das Zwischenzeugnis und das qualifizierte Arbeitszeugnis.

Bei jedem Zeugnis handelt es sich um eine Bescheinigung über ein Dienstverhältnis.

Der Unterschied dieser Arbeitszeugnisarten liegt im Detail.

Die Merkmale eines Arbeitszeugnisses

Jedes Arbeitszeugnis muss bestimmte Inhalte mitbringen, die zum einen informativen Charakter haben, zum anderen aber auch eine gewisse Form vorgeben.

Zu den wichtigsten Komponenten eines korrekt ausgestellten Arbeitszeugnisses gehören folgende Daten.

Wichtige Daten im Arbeitszeugnis:

  1. Name, Anschrift, Geburtsdatum und Geburtsort
  2. Name des Unternehmens und die jeweilige Abteilung
  3. Art der Tätigkeit
  4. Dauer der Beschäftigung

control-427510_1280 by jarmoluk - pixabay.comDa der Arbeitgeber bei einem einfachen Arbeitszeugnis keine Zensuren über den Arbeitnehmer abgeben darf, ist dieses Zeugnis einfach nur ein in zeitlicher Hinsicht gesehener Nachweis über ein Beschäftigungsverhältnis.

Ein Zwischenzeugnis kann unter gewissen Voraussetzungen vom Dienstgeber abverlangt werden!

Darunter fallen z. B. ein interner Wechsel des Arbeitsplatzes oder die bevorstehende Bestellung eines neuen Vorgesetzten.

Das qualifizierte Arbeitszeugnis

Auf die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses besteht in Deutschland ein rechtlicher Anspruch.

Ausgestellt wird ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Daher wird diese Zeugnisart auch oft als Endzeugnis bezeichnet. Da der Arbeitgeber in einem qualifiziertem Arbeitszeugnis auch

  • die Leistung des Arbeitnehmers
  • die Qualifikation
  • das Verhalten im Dienstag

beurteilt, stellt ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auch einen wichtigen Bestandteil der Bewerbungsunterlagen für einen neuen Job dar.

Genauso wie für ein erfolgreiches Unternehmen ein gekonnter Marketingmix von Bedeutung ist, sollte man daher auch als Arbeitnehmer darauf achten, sich auf unterschiedlichen Ebenen gut zu „bewerben“. Dazu gehört auch ein korrekt ausgestelltes Arbeitszeugnis.

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Allgemeines und Rechtliches zum Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis sollte immer im Sinne des Angestellten, wohlwollend und wahrheitsgetreu gehalten und einwandfrei zu verstehen sein.

Das bedeutet, dass darin negativen Ausdrücke bzw. Formulierungen nicht enthalten sein sollten.

Üblicherweise werden Arbeitszeugnisse durch die Personalabteilung ausgestellt. Doch gerade diese Personalbearbeiter bedienen sich oft einer fachlich bezogenen Ausdrucksweise und an „Zeugniscodes“, die nicht für jedermann verständlich sind.

Im Zweifelsfall kann man ein Arbeitszeugnis aber durch den Betriebsrat, durch einen Rechtsvertreter oder durch den jeweiligen Berufsverband überprüfen lassen.

Neben den je nach Art des Zeugnisses zwingend vorgeschriebenen Inhalten, dürfen darin gewisse Informationen keines Falls aufscheinen.

Informationen, die nicht im Arbeitszeugnis aufscheinen dürfen

  • das Privatleben des Bedienstetencancel-145513_1280 by OpenClipartVectors - pixabay.com
  • Tätigkeiten im Betriebsrat
  • Nebentätigkeiten
  • Mitgliedschaft bei einer Partei bzw. Gewerkschaft
  • Mutterschutz und Schwangerschaft
  • getätigte Straftaten, sofern diese nichts mit dem Arbeitsverhältnis zu tun haben
  • gesundheitlichen Zustand, wenn dieser keine Gefährdung von anderen Personen darstellt
  • die Krankenstandstage (außer diese sind eklatant hoch, z. B. mehr als 50 % im Vergleich mit dem Gesamtarbeitsverhältnisses)

Sonstige wichtige Fakten zum Arbeitszeugnis

In punkto Verjährung gilt bei Arbeitszeugnissen eine Frist von drei Jahren.

Ist die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses durch den Arbeitgeber nicht mehr möglich bzw. wenn der Arbeitnehmer das Anspruchsrecht auf ein Zeugnis verwirkt hat, verkürzt sich die Verjährungsfrist.

Sollte das Unternehmen den Besitzer wechseln, gehen die Pflichten für die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses an den neuen Eigentümer über.

Vor der Betriebsübergabe empfiehlt sich jedoch der Antrag auf ein Zwischenzeugnis, das noch durch den alten Eigentümer auszustellen ist.

Modus

Bei einem Modus, der auch der „häufigste Wert“ genannt wird, handelt es sich um einen Mittelwert, der am häufigsten auftaucht. Bei einer Preisuntersuchung soll bswp. der Durchschnittspreis ermittelt werden: 16, 18, 24, 24, 24, 28, 32, 32, 36, 36, 38. Der Modus würde in diesen Beispiel bei 24 liegen

  • siehe auch: Median

Kollektive Werbeformen

Es wird zwischen fünf kollektive Werbeformen unterschieden.

  1. Kooperationswerbung (zwischen Hersteller & Handel)
  2. Gemeinschaftswerbung (Ausbildung im Betrieb)
  3. Sammelwerbung (bspw. von Unternehmen einer Arbeitsgemeinschaft)
  4. Gruppenwerbung (bswp. Fujitsu Siemens)
  5. Verbundwerbung (Waschmaschinen und Waschpulver, siehe auch: Substitutionsgüter)

Verkaufsförderung

Zu den wichtigsten Marketinginstrumenten in der Wirtschaft – gerade in Einzelhandel – gehört die sogenannte Verkaufsförderung. Am häufigsten begegnet uns dieses Instrument in den Schaufenstern der Einkaufspassagen. Eine klassische Maßnahme zur Verkaufsförderung ist zum Beispiel spürbare Preisreduzierung eines oder mehrerer Produkte und die werbewirksame Vermarktung dieser Aktion. Dazu gehört gehört das bekannte „SALE“ im Schaufenster oder direkt im Laden, was auf das „Vorteilsangebot“ aktiv hinweisen soll.

1. Begriffsdefinition Verkaufsförderung

Unter der Verkaufsförderung versteht man in der Regel die Gesamtzahl aller Marketingmaßnahmen über einen zeitlich genau definierten und begrenzten Zeitraum. Mithilfe dieser „Aktivitäten“ sollen die Verkaufszahlen der jeweiligen Produkte verbessert/erhöht werden.

Die Verkaufsförderung unterscheidet sich dabei durch insbesondere durch die Zeitbegrenzung entscheidend von den üblichen Werbemaßnahmen – der klassischen Werbung.

Ziel:

Die Kunden sollen aktiv zum Kauf angeregt werden und zwar nicht irgendwann – sondern umgehend. Es erfolgt eine gezielte Verkaufsförderung.

Bei der klassischen Werbung steht hingegen im Vordergrund die Aufmerksamkeit überhaupt auf ein Produkt des Händlers zu lenken und ihm die Vorteile der Produkte zu verdeutlichen. Hier soll zunächst ein Kaufgrund gefunden werden.

2. Zielgruppen der Verkaufsförderung

Die Verkaufsförderung als wichtiger Bestandteil im Marketing, richtet sich natürlich nicht nur an die Konsumenten in den Einkaufspassagen einer Stadt.

Zu den klassischen Zielgruppen gehören:

  1. Händler
  2. Hersteller
  3. Konsumenten

Dabei richten sich die Werbemaßnahmen der Verkaufsförderung immer ganz nach der Zielgruppe.

Bei den Konsumenten sollen in erster Linie die:

  • Erstkäufer
  • Wiederholungskäufer

dazu animiert werden, ein bestimmtes Produkt zu erwerben. Damit sollen die Verkaufszahlen – auch durch den begrenzten Zeitraum der Aktionen – erheblich gesteigert werden. Dies soll natürlich auch zu nachhaltigen Effekten führen, sodass die Verkaufszahlen langfristig steigen.

Bezüglich der Händler steht bei der Verkaufsförderung im Vordergrund, ihnen stichhaltige Gründe zu bieten, warum sie ein bestimmtes Produkt in ihr Sortiment aufnehmen sollten oder warum es sich lohnt eine bestimmte Produktlinie überhaupt anzubieten.

3. Maßnahmen zur Verkaufsförderung

Zu den Maßnahmen der Verkaufsförderung, die jeder täglich zu Gesicht bekommt zählen beispielsweise auffällige Dekorationen in Ladengeschäften und deren Schaufenstern. Großflächige Plakate mit klarer Kennzeichnung von Rabatt-Aktionen mit einer gewissen Laufzeit als auch gezielte Verkaufsveranstaltungen vor Ort, gehören zu diesen Maßnahmen.

Allerdings sind diese Maßnahmen nicht zwangsläufig nur auf den reinen Preisvorteil ausgerichtet.

Es zählen auch Optionen wie:

  • übersichtliches und erweitertes Bestellsystem (mit klaren Vorteilen gegenüber der Konkurrenz)
  • erweiterte Zahlungsmöglichkeiten (gerade beim Online-Kauf)
  • besondere Preisnachlässe und Rabatte für einen bestimmten Zeitraum
  • Vergabe von Merchandising-Produkten zur Kundenbindung

zur Verkaufsförderung, weil diese die entscheidenden Vorteile gegenüber der Konkurrenz hervorheben sollen und so zu einer unmittelbaren Kaufentscheidung beitragen.

Die üblichen Maßnahmen zur Verkaufsförderung sind zudem:

  • Preisausschreiben
  • Warenproben
  • Zugaben
  • Punktesysteme
  • Zweitplatzierungen
  • Zweitnutzenverpackungen
  • Bonusprodukte
  • Sonderpreise